Mit Ausbaustufen Geld beim Hausbau sparen
10Mrz
Ratgeber

Mit Ausbaustufen Geld beim Hausbau sparen

Wussten Sie, dass Sie mit Eigenleistung und Ausbaustufen beim Hausbau viel Geld sparen können? Wenn die Finanzierung knapp ausfällt, oder wegen geringem Eigenkapital auf der Kippe steht, ist oft Eigenleistung der einzige Weg. Doch Vorsicht: Wer sich durch Eigenleistung Geld sparen möchte oder gar durch eine Muskelhypothek das Eigenkapital erhöhen will, sollte sich darüber im Klaren sein, welche realen handwerklichen Fähigkeiten er hat. Hilfreich: Welche Familienmitglieder sind handwerklich versiert und können möchten Ihnen helfen?

Die verschiedenen Ausbaustufen

Wenn also mit Eigenleistung gebaut werden soll, ist ein ein Ausbauhaus die Lösung: Mit verschiedenen Ausbaustufen können Sie je nach handwerklichen Fähigkeiten den Zeitpunkt planen, an dem Sie mit Ihrer Eigenleistung am Projekt Eigenheim mitarbeiten und dadurch Geld sparen können.

Bei einem Ausbauhaus werden die verschiedenen Abschnitte des Bauvorhabens in sogenannte Ausbaustufen unterteilt. Es gibt keine rechtsverbindliche Definition der einzelnen Ausbaustufen und der zukünftige Bauherr sollte bei jedem Hersteller die Bauleistungsbeschreibung genau curchlesen, um Klarheit zu bekommen.

Beispieltabelle für Ausbaustufen

 

Bei den verschiedenen Anbietern begegnen Ihnen nicht nur unterschiedliche Ausbaustufen mit verschiedenem Umfang, die einzelnen Phasen können durchaus auch anders bezeichnet werden. So ist eventuell die Ausbaustufe „fast fertig“ (FF) bei dem einem Hersteller mit der Stufe „Technik-fertig“ beim Konkurrenten gleich zusetzen. Achtung: Die Ausbaustufen umfasst in der Regel nur das Haus, ein Keller ist eine Zusatzleistung und bei nahezu keinem Hersteller mit im Hausangebot enthalten. Die kosten für einen Kellerbau müssen also gesondert berechnet und dargestellt werden. So erklärt sich auch der fast immer zu lesenden Satz „Ab Oberkante Bodenplatte/Kellerdecke“

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Für die Ausbaustufe „Ausbauhaus“ sollten alle Wände stehen, die Außenwände sind wärmegedämmt und die Fassade ist verputzt oder verkleidet. Das Dach ist eingedeckt und alle Fenster samt Rollläden sowie die Haustür sind eingebaut. Sind hierbei die Außenwände nicht gedämmt, sind Sie näher am Rohbau, jedoch wird auch bei einem der Hersteller das Ausbauhaus ohne Außenwanddämmung geliefert und es bleibt zu sagen „Die Bauleistungsbeschreibung ist das A und O„.

Bei der Ausbaustufe „Technik-fertig“ (TF) wird dem Bauherren die Arbeit der Elektroinstallation, der Heizungsinstallation und die Vorinstallation für die Sanitärobjekte abgenommen. Hierzu sind selbstverständlich alle Außen- und Innenwände gedämmt und beplankt (die Wände sind mit Gipskartonplatten verschlossen). Je nach Bauunternehmen sind Innentüren schon eingebaut.

Ein Haus, das als „fast fertig“ (FF) bezeichnet wird, bietet die kleinstmögliche Mitarbeit für den Häuslebauer. So sind hier im Normalfall nur noch die Wand und Bodenbeläge selber zu bewerkstelligen. In ein Schlüsselfertiges (SF) Haus sollten Sie nur noch einziehen.

Bei den Kosten der Ausbaustufen ist zu beachten, ob gegebenenfalls die Materialien für die Eigenleistung schon mit Inbegriffen ist, oder ob diese eigenständig organisiert werden müssen. Einige Materialpakete können bei manchen Unternehmen dazu bestellt werden, was zwar Zeit jedoch nicht immer Geld spart. Man kann nicht pauschal sagen, was in einer Ausbaustufe enthalten ist und was nicht, da erhebliche Unterschiede bei den Herstellern vorzufinden sind. Die einzelnen Ausbaustufen Überschneiden sich bzw. verschwimmen ineinander. Versteifen sie sich nicht zu sehr auf einzelne Ausbaustufen, überlegen sie lieber welche Arbeiten Sie selber erledigen können und wollen. Bei den Meisten Herstellern können sie einzelne Pakete hinzu buchen oder auch ausmustern, so gestalten Sie sich Ihre individuelle Ausbaustufe passen zu Ihren Fähigkeiten.